Pi-Hole – Der ultimative Werbeblocker

 

Heute möchte ich euch mal Pi-Hole näher bringen und euch am Ende zeigen wie ihr das ganze selbst nutzen könnt. 🙂

 

Zu allererst, was ist Pi-Hole überhaupt?

Pi-Hole ist ein Adblocker / Werbeblocker, welchen ihr auf eurem Raspberry Pi installiert. Dieser fungiert dann als DNS-Server und blockiert für euch Werbungen auf allen Geräten, auf denen ihr den Raspberry Pi als DNS-Server festgelegt habt.

Okay, und was ist jetzt der Vorteil gegenüber einem “normalen” Werbeblocker?

Einer der größten Vorteile ist meiner Meinung nach, dass es auch möglich ist Werbung auf Handys zu blockieren. Legt ihr den Raspberry Pi zum Beispiel in eurem Router als DNS-Server fest, erhalten jegliche Geräte, die mit diesem Router ins Internet gehen keine Werbung mehr. Außerdem erhöht das ganze auch die Geschwindigkeit beim Browsen, da zum einen CPU-Leistung gespart wird, die ein Ad-Blocker in Form eines Browser Add-Ons fressen würde und zum anderen bereits aufgerufene Domains von Pi-Hole gecached werden, was dafür sorgt, dass diese beim nächsten Aufruf deutlich schneller bei euch ankommen.

Verstehe ich das richtig, der gesamte Datenverkehr geht dann durch meinen Raspberry Pi!?

Nein, lediglich die Namensauflösung geschieht über den Raspberry Pi.

Okay, das klingt cool! Was brauche ich dafür?

Nur einen funktionsfähigen Raspberry Pi mit zum Beispiel Raspbian als Betriebssystem. Empfehlenswert wäre das ganze über Ethernet am Router anzuschließen, da es mit WLAN eventuell zu einer höheren Latenz kommen könnte, was sich negativ auf das Nutzungserlebnis auswirken könnte.

Wie installiere ich mir das ganze?

Super einfach! Du öffnest einfach eine neue SSH Sitzung und loggst dich auf deinen Raspberry Pi ein und führst dort diesen Befehl aus curl -sSL https://install.pi-hole.net | bash Dann startet die Installation von ganz alleine, die restlichen Schritte der Installation sind selbsterklärend, solltest du aber trotzdem Hilfe brauchen, kannst du einfach mal hier nachschauen https://discourse.pi-hole.net/ dort gibt es zum Beispiel auch eine Deutsche Community, die bereit ist zu helfen.

Hab das ganze installiert, was jetzt? 

Jetzt kannst du das Webinterface unter ipadressevondeinempi/admin erreichen, dort siehst du zum Beispiel wie viele Werbungen in den letzten 24 Stunden blockiert wurden und wie viele Requests allgemein gemacht wurden.

Außerdem solltest du deinen Raspberry Pi noch als DNS-Server in deinem Router festlegen, damit auch jedes Gerät im Heimnetz das ganze nutzen kann. Die Konfiguration ist von Router zu Router unterschiedlich, ich vermerke hier einfach mal die Anleitung für FritzBoxen. Die jeweilige Anleitung für euer Gerät solltet ihr im Internet finden.

https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7390/wissensdatenbank/publication/show/165_Andere-DNS-Server-in-FRITZ-Box-einrichten/

 

Solltet ihr eine Fritz!BOX von Vodafone / Kabel Deutschland besitzen, findet ihr den Punkt zum konfigurieren von DNS-Servern im Webinterface unter Heimnetz –> Heimnetzübersicht –> Netzwerkeinstellungen und dort dann unter “IP-Adressen”, klickt ihr dort dann z.B. auf IPv4 müsst ihr die IPv4-Adresse von eurem Raspberry Pi bei dem Punkt “Lokaler DNS-Server:” eintragen.

Pi-Hole Webseite: https://pi-hole.net/

8 Gedanken zu “Pi-Hole – Der ultimative Werbeblocker

  1. Ich selbst besitze keinen Raspberry, finde das ganze jedoch interessant. Vorallem habe ich des öfteren gelesen das man ihn als ein Mediacneter nutzen kann. Das man diesen auch als DNS einsetzen kann um Sachen zu blocken finde ich wirklich mal einen interessanten Ansatz…

    • Lennart schreibt:

      Jap, habe den Raspberry Pi auch bereits als Mediacenter getestet. 1080p30 Videos/Filme lassen sich ohne Ruckler schauen, Sachen wie Netflix und so weiter lassen sich damit auch irgendwie nutzen soweit ich weiß. Alles sehr interessant. 🙂

  2. PI-Hole kann auch auf einem normalen Debian System Installiert werden. Ich selbst hab PI-Hole in einer VM auf meinem Lokalen Server laufen! Es muss also kein PI sein 😉

    • Lennart schreibt:

      Hallo Phillip,

      das ist völlig richtig, hätte ich vielleicht im Beitrag erwähnen sollen.
      Danke für deinen Kommentar! 🙂

  3. …und zum anderen bereits aufgerufene Seiten von Pi-Hole gecached werden…
    Leider nicht richtig, lediglich DNS Anfragen werden zwischengespeichert. Es ist ein DNS Server und kein Proxy 😉

    • Lennart schreibt:

      Hallo Cristoph,

      das ist mir tatsächlich bewusst. Hätte wohl eher “Domains” statt “Seiten” schreiben sollen.
      Danke für den Hinweis!

      Wünsche dir noch einen schönen Abend. 🙂

  4. Klingt interessant.
    Wenn mir jetzt noch einer verrät, wie ich den Telekomrouter Speedport W 723V anpassen muss, wär ich Euch Dankbar.

    Habe weder im Webinterface des Routers noch im internet was finden können, wie ich da die DNS Einträge ändern kann…

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